Natur und Geist: Vorlesungen Sommersemester 1927 by Edmund Husserl (auth.), Michael Weiler (eds.)

By Edmund Husserl (auth.), Michael Weiler (eds.)

Die Konstitution von Natur und Geist und die Klärung ihres Verhältnisses zueinander als Seins- und als Wissenschaftsregionen bildet eines der Hauptthemen von Husserls Philosophie. Die letzte große Auseinandersetzung mit dieser Problematik stellt die im vorliegenden Husserliana-Band veröffentlichte `Natur und Geist'-Vorlesung vom Sommersemester 1927 dar.
In keinem anderen textual content hat Husserl so umfassend versucht, über verschiedene Modelle philosophischer Wissenschaftsklassifikationen einen Zugang zur Lösung der `Natur und Geist'-Problematik zu finden. Im Ausgang von wissenschaftskritischen Erörterungen und dem Streit der Natur- und Geisteswissenschaftler um das Verhältnis ihrer Wissenschaften zueinander gelangt Husserl zu den unterschiedlichen Klassifikationsmodellen für die Wissenschaften. In kritischer Abhebung von diesen Modellen, insbesondere von der Wissenschaftsklassifikation der Neukantianer Windelband und Rickert, versucht er dann auf seinem eigenen Weg über die Beschreibung des allgemeinen Stils der Erfahrungswelt zu ihren a priori notwendigen Strukturen und korrelativ dazu der prinzipiellen Wissenschaftsklassifikation zu gelangen.

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Natur- und Geisteswissenschaften den Ausgangspunkt bildet, steht ganz im Dienste einer allgemeinen Beschreibung der Situation der positiven Einzelwissenschaften und der philosophischen Wissenschaft, aus der dann schlieBlich die Forderung nach einer einzigen echten Gesamtwis1 Vgl. 1927, in: Briefwechsel, Bd. IV: Die Freiburger Schuler, S. 143. Vgl. 1927 (in: Briefwechsel, Bd. IX: Familienbriefe, S. 306), in dem er die Vorlesung des folgenden Wintersemesters 1927/28 iiber Philosophiegeschichte als ,,ein leichtes Colleg, fOr das ich keine Vorbereilung notig habe", charakterisiert.

A Ein Jahr nach der Vorlesung von 1919 halt Husserl im Sommersemester 1920 eine Vorlesung zur "Einleitung in die Ethik", 5 die einen umfangreichen Exkurs iiber "Natur und Geist" enthaIt. Auch in diesem Exkurs geht es hauptsachlich wieder urn Klarungsversuche hinsichtlich der Unterscheidung und Klassifikation I Vgl. Husserliana XN, S. 395 f. unter dem unpassenden Titel ,Natur und Geist"'; vgl. hierzu auch unten S. XXXVII, Anm. I, sowie die allgemeinen textkritischen Anmerkungen zu Bei1age n, unten S.

Ich muss hier aber noch prazisierend bemerken, dass die Hereinziehung des Begriffs eines Ganzen verbundener Teile fOr eine erste Klarung der Idee der Philosophie als der Wissenschaft von der Totalitat alles Erkennbaren auch seine Bedenken hat, so sehr er zunachst ntitzlich ist. Denn aIlzu leicht konnte sich der gewohnliche physische Begriff des Ganzen vordrangen und den Sinn meiner Darstellung irrefOhrend beschranken. In Wahrheit sind die mannigfaltigen Wissenschaften nicht ein Nebeneinander verbundener Teile, sondem bei aller relativen Unterschiedenheit vielfach innerlich sich durchdringend aufeinander bezogen bald in der Weise wie Allgemeinheit auf Besonderheit, bald in der Weise untrennbarer Korrelation.

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