Multimedia in Museen: Standpunkte und Perspektiven by Claudia Schulze

By Claudia Schulze

Elektronische Hilfsmittel sind in Museen keine Ausnahmeerscheinung mehr, denn die interaktiven digitalen Systeme bieten neue, faszinierende Möglichkeiten in Ausstellungen und anderen museumsrelevanten Arbeitsbereichen wie Forschung, Konservierung und Dokumentation. Obwohl die neuen Hilfsmittel von vielen Besuchern positiv aufgenommen werden, stehen ihnen viele Museumsverantwortliche weiterhin skeptisch gegenüber.

Claudia Schulze untersucht, welche besonderen Anforderungen der Museumskontext an interaktive digitale Systeme im Ausstellungsbereich stellt. Sie präsentiert und analysiert die organisatorischen, personellen, finanziellen, geschichtlichen und sozialen Faktoren sowie Daten aus der Besucherforschung in Deutschland, united states und Kanada. Vor diesem umfangreichen Datenhintergrund entsteht ein aktuelles Bild der establishment Museum. Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht entwickelt die Autorin neue Perspektiven und Lösungen für die Integration und die sinnvolle Verwendung interaktiver, digitaler Systeme im Ausstellungsbereich. Sie gibt Anregungen für die Praxis und leistet einen wichtigen Beitrag zur museumstheoretischen Diskussion.

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10% der Konservierungsarbeiten werden mit Hilfe eines Rechners festgehalten. 10,8% der Museen dokumentieren die Arbeit ihrer Kuratoren in digitaler Form. 11,2 % nutzen die technischen Moglichkeiten, urn ihre Forschungsarbeit voranzutreiben, und 8,5 % der kanadischen Museen dokumentieren so ihre padagogischen Programme. 4,8% der in den Museen generierten, digitalen Information entfallt auf »sonstiges« (CHIN, S. 15). Computer werden hier also bereits in einem breiten Spektrum der musealen Funktionsbereiehe eingesetzt.

Dazu miillten eigene Untersuchungen angestellt werden. Festzuhalten bleibt aber, daB ein GroBteil der Museen sehr kleine Institutionen sind, sowohl was die Besuchszahlen angeht (vgl. Angaben fiir Deutschland) als auch was das Personal angeht (vgl. Angaben fur Kanada). Die deutschen Museen sind bei ihrer Personalplanung wenig flexibel und konnen sieh neuen Anforderungen von Seiten der Besucher nur schwer anpassen. Gleiches gilt fur die finanzielle Komponente solcher Anpassungen 17. Hochstwahrscheinlich spielen aber die Haushalts- sowie die Personalsituationen keine unwesentlichen Rollen.

Zumindest die Kunst- und Ausstellungshalle hat in der Zwisehenzeit ihr Angebot stark ausgeweiter. So gibt es heute ein reichhaltiges Rahmenprogramm zu fast allen Ausstellungen, ein padagogisches Programm ftir die unterschiedlichsten Gruppen und Altersklassen und zusatzliche AudiofUhrungen zu den groBen Ausstellungen, erganzend zum bereits bestehenden Angebot. Es ist also durehaus denkbar, daB die Situation sich aueh in verschiedenen anderen Museen in vergleichbarer Weise im Hinbliek auf einen verbesserten Besucherservice weiterentwickelt hat.

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