Mensch von Anfang an?: Mit Beiträgen der interdisziplinären by em. Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Franz Bydlinski, em.

By em. Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Franz Bydlinski, em. Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Theo Mayer-Maly (eds.)

Show description

Read Online or Download Mensch von Anfang an?: Mit Beiträgen der interdisziplinären Tagung zum Status ungeborener Kinder PDF

Best german_9 books

Wirtschaftsjournalismus: Grundlagen und neue Konzepte für die Presse

Das Buch ist eine Einführung in die Grundlagen des Wirtschaftsjournalismus in der Presse. Es stellt erfolgreiche Strategien der Leseransprache vor und analysiert die Grundlagen eines Berufsfeldes, das sich nach den Kursstürzen an den Börsen neu orientiert.

Testamentsvollstreckung: Vermögensnachfolgegestaltung für Steuerberater und Vermögensverwalter

Testamentsvollstreckung durch Steuerberater und Vermögensverwalter ist die moderne shape der Vermögensnachfolgegestaltung. Sie haben umfassenden Einblick in die Vermögensverhältnisse ihrer Mandanten und genießen deren Vertrauen. Das Werk bietet nicht nur das vollständige Grundlagenwissen für den Fachberater Testamentsvollstreckung und Nachlassverwaltung (DStV e.

Der Gesetzgeber und die Gentechnik: Das Spannungsverhältnis von Interessen, Sach- und Zeitdruck

Gegenstand der Untersuchung ist die Gesetzgebung zur außerhumanen Gentechnik in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, die Vorgeschichte einer gesetzlichen Regelung der Gentechnik in der Bundesrepublik, das Gentechnikgesetz aus dem Jahr 1990 und seine beiden Novellen aus den Jahren 1993 und 2002 im Spannungsverhältnis von Interessen, Sach- und Zeitdruck zu analysieren.

Additional resources for Mensch von Anfang an?: Mit Beiträgen der interdisziplinären Tagung zum Status ungeborener Kinder

Sample text

An diesem Befund kann auch das Vorhandensein allfälliger Interessen der Allgemeinheit an möglichst ungefährlichen Abtreibungen, weshalb Abtreibungen nicht der „Makel 24 Sexualaufklärung von Hauptschülern in Abtreibungskliniken des Illegalen“ anhaften solle (so erwogen vom OGH in 1 Ob 91/99k, kritisch F. Bydlinski, Liber amicorum 53 ff), nichts ändern (soweit dieses Argument aus historischen Überlegungen gewonnen wird, ist wiederum auf die Ausführungen oben Pkt 3. a zu verweisen). Bisweilen wird versucht, durch Betonung der „Einzigartigkeit“ des Verhältnisses zwischen Mutter und ungeborenem Kind das Lebensrecht des Ungeborenen gleichsam indirekt zu leugnen.

Dieser ist eine Hohlkugel, bestehend aus einer äußeren Zellschicht von trophoblastären Zellen, welche später die Plazenta bilden, und dem Embryoblasten (oder auch innere Zellmasse, ICM, genannt), aus der 46 Lukas Kenner sich später der Fötus bis zur Geburt entwickelt. Obwohl ESZ im Embryo in vivo nur kurze Zeit existieren, kann man diese Zellen – nach Entnahme aus dem Blastozysten – in vitro lange in Kultur halten, wenn sie durch Beigabe von Leukaemia Inhibitory Factor (LIF) oder auf einer Nährschicht („feeder layer“) von murinen (von der Maus stammenden) Embryonalen Fibroblasten (MEF) gezüchtet werden.

Dennoch wurden diese Bestimmungen von der Judikatur zur Begründung der rechtfertigenden Wirkung der medizinischen Indikation herangezogen (vgl zB OGH SSt XXX/111). Auch die Lehre, auf welche sich der OGH berief, war in sich widersprüchlich. So wurde einerseits betont, dass nur der gerechtfertigt sei, „wer ein im Rechtssinn höherwertiges, u. zw. ein zweifellos höherwertiges Gut auf Kosten eines geringerwertigen rettet“ (Rittler, Lehrbuch des österreichischen Strafrechts I2 [1954] 144). Andererseits wurde – trotz des bereits damals geltenden § 22 ABGB, der Ungeborene, soweit es ihre Rechte betrifft, Geborenen gleichstellt – ohne weitere Begründung behauptet, die medizinische Indikation habe, selbst wenn keine Lebensgefahr für die Schwangere bestehe, rechtfertigende Wirkung, was sich schon aus dem Prinzip der Güterabwägung ergebe (ders, Lehrbuch II2 [1962] 20).

Download PDF sample

Rated 4.44 of 5 – based on 36 votes