Hermann Burger — Zur zwanzigsten Wiederkehr seines by Magnus Wieland, Simon Zumsteg

By Magnus Wieland, Simon Zumsteg

Hermann Burger gehört zu den wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Am 28. Februar 2009 kehrte sein Todestag zum zwanzigsten Mal wieder. Zu diesem Anlass veranstaltete das Deutsche Seminar der Universität Zürich die Tagung »Ein Hermann aus Wörtern«. Die Beiträge werden ergänzt durch den Erstabdruck von Burgers bis dato unveröffentlichtem Vortrag »Poetische und wissenschaftliche Sprache« (1983), in dem der habilitierte Germanist von einem für seine Schriftstellerei fundamentalen Konflikt berichtet – vom trouble dessen, der als poeta doctus stets zwischen den beiden »Ausdrucksformen« Dichtung und Wissenschaft steht. "Hermann Burger, der Wortgewaltige, der gegen die Sprachlosigkeit kämpft, der Gelehrte, der sich selbst beim Schreiben zuschaut, der Monomane, der sich nach menschlicher Nähe sehnt – diese und zahlreiche andere Aspekte des Burgerschen Kosmos wurden an einem Kolloquium zum 20. Todestag erörtert. Das Resultat, ›Ein Hermann aus Wörtern‹, erweist sich als Fundgrube methodisch unterschiedlichster Annäherungsversuche, die eins deutlich machen: Burger lesen lohnt sich – heute noch und heute wieder." (Klara Obermüller)

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I3). Theater würde so nicht nur etwas mit Körpern, sondern auch mit Texten zu tun haben und mit in ihnen vorhandenen inszenatorischen Antriebs- und Bewegungsmustern. Die Szene, auf der das Ganze beruht, »verlagert sich aus dem äußeren Handlungsraum der Bühne in den inneren der Sprache« (S. I 3). Diese Auffassung bedeutet, dass die Sprache ihre eigentliche Szene in sich hat, dass Szene und Sprache untrennbar miteinander verknüpft sind (vgl. S. I4). Das theatrale Muster wird so als Szeno-Graphie verstanden, indem die Sprachproduktion selbst als Zeichentheater installiert wird.

262-264. Die erwähnte Figur 2 (vgl. 26o4)jindet sich dort aufS. 266 und sieht so aus: I FIGUR 2. szenrknta/ Konzeption ( \ \ "0""':"""~ Horizont Techne Fal=tistb Werk 26 19 28 II 44 Wenn es ... ] DiesenAbschnitt verwendet Burger wenig später noch einmal wortwörtlich in seiner Rede, die er am 7· Juni I 983 in Bad Hornburg vor der Höhe anlässtich der (erstmaligen) Verleihung des Friedrich Hölderlin-Preises gehalten hat: Vgl. Hermann Burger, »Verfremdung zur Kenntlichkeit: Hölderlin-Preis-Rede«, in: Neue Rundschau 94 (I983), Heft 4.

91. 3 1 - Eine zentrale Nahtstelle ist hier der Punkt, dass Burgers Texte immer ein Gegenüber brauchen, bei denen sie eine Wirkung erzeugen. Genauso will der Virtuose bei seinem Publikum einen Effekt erzielen. 3 2 - Eine Korrespondenz ist hier auch, dass Czerny den Akzent bei der Musik genauso nicht auf die Mitteilungsfunktion legt wie Burger bei seinen Texten (vgl. Gottschewski [wie Anm. 27]. S. 86). 33 -Die Etüde unterscheidet sich allerdings von der einfachen Fingerübung dadurch, dass, während die erste keinen musikalischen Wert besitzt, die letzte ein abgerundetes Musikstück darstellt.

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