Fallarbeit in der universitären LehrerInnenbildung: by Christian Beck, Werner Helsper, Bernhard Heuer, Bernhard

By Christian Beck, Werner Helsper, Bernhard Heuer, Bernhard Stelmaszyk, Heiner Ullrich

Die Studie fragt, ob universitäre Lehrerausbildung durch Fallorientierung einen Beitrag zur Professionalisierung leisten kann. Anhand unterschiedlich ausgeformter fallorientierter Seminare mit Lehramtsstudierenden und deren review werden die Möglichkeiten, Probleme und Grenzen dieses Professionalisierungsweges unter gegebenen Bedingungen diskutiert.

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B. ) durch die Subsumtion des Besonderen unter das Allgemeine. Die fallrekonstruktive Arbeit bietet hier die folgen- 46 den Möglichkeiten fur eine Sensibilisierung gegenüber und einer reflektierten Handhabung der Subsumtionsantinomie: Die detaillierte, sequenzanalytische Vorgehensweise, in der die Erschließung der Sinnstruktur des Falles zunächst möglichst viele - noch so unwahrscheinliche - Lesarten zuläßt und anfänglich auf die Entfaltung umfassender Sinnvarianz zielt, die dann - Schritt fiir Schritt in der Abfolge des Textes begründet ausgeschlossen werden können, fuhrt systematisch in die vorsichtige, öffuende, vielfältige Perspektiven erzeugende Sinnerschließung und Interpretation ein.

Es studieren, nach Kategorien zusammengefaßt, 59,8 % sprach- und kulturwissenschaftliche Fächer, 25,8 % Naturwissenschaften (einschließlich Mathematik) und 14,4 % eine Fächerkombination aus den genannten Gebieten. Das besuchte Seminar ist nur fiir 61,2 % der Befragten die erste Veranstaltung in Pädagogik (VI). Von den Befragten, die bereits andere Veranstaltungen besucht hatten, halten 62,6 % die zu evaluierenden Einführungsseminare rur "besser" oder "deutlich besser" (V2). Gemessen an Hand der Skala von 1 = "deutlich besser" bis 5 = "deutlich schlechter" (Mitte: 3 = "durchschnittlich") erreichen die Einführungsseminare ein arithmetisches Mittel von X = 2,22 und eine Standardabweichung von s = 0,88 (obwohl wir bei dieser und beim Gros der Variablen dazu tendieren, nur ordinales Meßniveau zu unterstellen, verwenden wir hier zur ersten anschaulichen Orientierung Kennwerte, die Intervallniveau voraussetzen).

Insofern muß sie sich immer gegen die Praxis stellen, sie hinterfragen können" (ebd. S. 10 1). Diese Haltung einer überprägnanten, kritisch-reflexiven Gegnerschaft zur Praxis, die gerade dem langfristigen Schutz der Praxis vor folgenreichem Scheitern aufgrund unreflektierter Routinen dient, impliziert auch eine kritische Haltung gegenüber der einfachen "Verwendung" wissenschaftlicher Erklärungen, also eine Sensibilisierung für die Wissensverwendung. Denn dieser "wissenschaftlich-reflexive" Habitus beruht nicht auf einer möglichst umfassenden Kenntnis fertig angeeigneter wissenschaftlicher Erklärungen oder auf der Anhäufung möglichst vieler wissenschaftlicher Wissensbestände - die selbstverständlich auch gegeben sein müssen - sondern vielmehr auf einem reflexiven Verhältnis zur Konstruktion und Generierung von Wissen, von Erkenntnissen, Erklärungen und Weltdeutungen.

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