Ethische Fragen in der Medizin by Erich H. Loewy

By Erich H. Loewy

Die vielfältigen Möglichkeiten, die der naturwissenschaftlich-technische Fortschritt der Medizin in Diagnose und Therapie eröffnet, verlangen von Ärzten und Pflegepersonal, in konkreten Situationen zwischen vielfältigen Möglichkeiten zu wählen. Dabei haben sie nicht allein das körperliche Wohl des Patienten zu berücksichtigen, sondern auch dessen Selbstbestimmungsrecht sowie gesellschaftliche Anforderungen. Die Medizinethik vermittelt Grundkenntnisse, um solche Situationen zu analysieren und eine angemessene Auswahl treffen zu können.

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Ein groBer Teil ihrer Werke beschaftigt sich mit dem Thema "was es heiBt, ein gutes Leben zu fUhren". Bei der Frage nach dem "Guten" (eine Frage, die von Platon und Aristoteles intensiv bearbeitet wurde) kommt es natiirlich darauf an, wie man das "Gute" definiert. Etwas kann "instrumental" gut sein (indem es zu etwas anderem, das man fUr "gut" halt, notwendig ist oder fiihrt), oder etwas kann absolut und daher "unqualifiziert gut" sein - was Kant "gut in sich selbst" nennt [3]. Die meisten Dinge sind "qualifiziert": D.

Diejenigen, die die erste Auffassung vertreten, glauben, daB so eine Wahrheit - bzw. solche Wahrheiten - entweder von Gott oder von der Natur stammen und daB sie, einmal entdeckt, nicht zu andernde Wahrheit oder Wahrheiten darstellen; die Vertreter der zweiten Ansicht meinen, daB "Wahrheit" von Menschen - und diese sind nicht frei von Fehlern (und Schwa chen) - gemacht werde , und zwar mit zunehmendem Wissen im Laufe der Zeit immer besser. Diese "Wahrheit" sei sowohl eine wissenschaftliche oder technische als auch eine ethische Wahrheit.

Eine Ethik, die sich auf die Leidensfiihigkeit beruft, ist eine neue Idee, die ziemlich alte Wurzeln hat. Schon Jeremia Bentham sagte in einer Nebenbemerkung, daB die Fiihigkeit zu leiden das ist, worum es eigentlich geht. Rousseau spricht bereits von "einem primitiven Sinn des Mitleids" ("l'impulsion inh~rieur de la compassion"), der allen Menschen und den meisten Tieren angeboren ist [20]. Auch Schopenhauer verwendet den Begriff "Mitleid" in seiner Ethik und meint, daB Mitleid die Triebfeder aller Sittlichkeit ist [21].

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