Die T-Aktie als Marke: Staatliche und private Einflussnahme by Nicole Munk

By Nicole Munk

Die Einführung der T-Aktie an der Deutschen Wertpapierbörse Ende der 1990er Jahre löste einen ungeahnten Börsenboom aus. Von der Bundesregierung und den zuständigen Privatisierungskommissionen als "Volksaktie" konzipiert und von einem Geflecht von Emissionsbanken vertrieben wurde die Aktie als angeblich geeignete Investitionsform zur Altersvorsorge mit guten Renditen an Millionen von Kleinsparern herangetragen. Es wurden Entscheidungen getroffen, die die Erwartungen der Anleger enttäuscht zu haben scheinen.

Dr. Nicole Munk leistet eine Bestandsaufnahme des volkswirtschaftlichen Schadens, der durch den Börsenboom für die Privatanleger entstanden ist. Sie analysiert die Rolle aller Protagonisten bei der Kurspflege der T-Aktie und erläutert thesenartig und praxisorientiert neue Wege, um den Kapitalmarkt-, Anleger- und Verbraucherschutz zu optimieren, Deutschlands Kapital- und Geldmarkt aus der Krise zu führen und effiziente Mechanismen zum Schutz des staatlichen und privaten Vermögens zu entwickeln.

Das Buch richtet sich in erster Linie an das interessierte Börsenfachpublikum und alle Interessenvertreter von Telekom-Geschädigten sowie an die T-Aktionäre selbst, die auf diese Weise die Hintergründe für das Scheitern ihrer Aktieninvestitionen nachvollziehen können. Aber auch allen anderen interessierten Börsenteilnehmern und Privatanlegern werden durch dieses Buch Hintergrundinformationen gegeben und die Chancen und Gefahren der Aktie als Kapitalanlage verdeutlicht. Andererseits ist die Lektüre aber auch für die politischen Entscheidungsträger in unserem Land bestimmt, die für das Funktionieren derjenigen Geldkreisläufe verantwortlich sind, ohne die weder die Staatswirtschaft noch die Marktwirtschaft lebensfähig sind. Insoweit soll das Buch ein Leitfaden für das dringend erforderliche Reformwerk bei der Ausgestaltung eines effektiven Kapitalanlegerschutzes und einer sicheren Altersversorgung in Deutschland sein.

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Die T-Aktie als Marke: Staatliche und private Einflussnahme zur Kurspflege einer „Volksaktie“

Die Einführung der T-Aktie an der Deutschen Wertpapierbörse Ende der 1990er Jahre löste einen ungeahnten Börsenboom aus. Von der Bundesregierung und den zuständigen Privatisierungskommissionen als "Volksaktie" konzipiert und von einem Geflecht von Emissionsbanken vertrieben wurde die Aktie als angeblich geeignete Investitionsform zur Altersvorsorge mit guten Renditen an Millionen von Kleinsparern herangetragen.

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2002, S. 9. Vgl. Borse online Nr. 2002, S. 29. Obwohl die Commerzbank AG dementiert, haben sich die Kosten fUr die Credit Default Swaps dramatisch erhoht. Der rasante Anstieg von 98 auf 150 Basispunkte fUr erstrangige Commerzbank-Schuldverschreibungen hat die Fachleute alarmiert; weist dies auf eine gerahrdete Kreditwtirdigkeit hin. Sodann hat auch Moody's den Rating-Ausblick fUr aile deutschen GroBbanken gesenkt. Analysten raten insgesamt zu einem Verkauf. Auch die Schweizer Banken sehen sich dem Phanomen von massiven Kursverlusten gegeniiber: So sind die EinbuBen auf die Aktie der Credit Suisse ebenfalls zweistellig.

S. 7 ff. Vgl. lung, Holger, MarkenfUhrung fUr Aktien - Eine Illusion, in: Knuppel, Hartmut/Lindner, Christian, Die Aktie als Marke 1. Autl (2001), S. 228 f. Vgl. , S. 225, 227. Vgl. Otto, Max, Aktienmarkt im Intemet - Eine zwingende Notwendigkeit fUr Shareholder-Value - orientierte Unternehmen, in: Knuppel, HartmutiLindner, Christian, Die Aktie als Marke (2001) 1. Aufl. S. 67 f. ), Wettbewerb und Infrastruktur in Post- und Telekommunikationsmarkten, in: Zeitschrift fUr Offentliche und gemeinwirtschaftliche Untemehmen, Beiheft 19/1996, S.

000 Mitarbeiter bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, bei der Hypo Vereinsbank und der Comrnerzbank AG sind es ebenfalls Arbeitsplatze im vierstelligen Bereich, die abgebaut werden; Vgl. KlOpfer, lnge, "Jetzt fallen die Tabus", in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Nr. 2002, S. 31. Vgl. Langenberg, BrittaiStocker, Anita, "Unter der Lupe - Lebensversicherungen", in: FOCUS MONEY Nr. 37/2002, S. 72 ff. , "Lebensversicherungen - Auf der Kippe", in: FOCUS MONEY Nr. 2002, S. 36-41. Vgl. dazu auch Braun, Heike, "Finanzierungslilcke", in; Capital 20102, S.

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