Dekonstruktion von Geschlechtsidentität — Transversale by Birgit Wartenpfuhl

By Birgit Wartenpfuhl

Mit diesem Buch wird die in der sozialwissenschaftlichen Frauenforschung kontrovers geführte Debatte um die Dekonstruktion der Geschlechterdifferenz theoretisch und systematisch erhellt und aus "falschen Gegensätzen" herausgeführt. In einer interdisziplinären Zusammenschau von Konstruktivismus, Dekonstruktion und Psychoanalyse wird die Möglichkeit entworfen, Geschlechtsidentität und Geschlechterdifferenz jenseits binärer competition zu denken. Die Autorin entwickelt ein Konzept für transversales Denken, das nicht nur die Möglichkeit bietet, das binäre Schema der Zweigeschlechtlichkeit zu hinterfragen, sondern auch andere, tiefer liegende binäre Oppositionen zu lockern.

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Diese neu etablierte, naturhafte und biologische Bestimmung der Geschlechterdifferenz ist jedoch nicht als Resultat einer fortschreitenden Naturwissenschaft anzusehen, sondern sie war dem erkenntnistheoretischen, sozialen und politischen Wandel während der Zeit der Aufklärung inhärent. So wurde zu dieser Zeit eine radikale Neuinterpretation der Geschlechterdifferenz vorgelegt, die das Wissen über die anatomischen Unterschiede hervorbrachte, welches zwischen den Geschlechtsorganen einen grundlegenden Gegensatz konstituierte, der bis dato so nicht angenommen wurde.

Denn der Begriff Differenz ist schon allein aufgrund seiner Begriffslogik ohne die Wechselperspektive von Differenz und Gleichheit nicht zu denken. Beide Begriffe dienen als Legitimation für soziale Ungleichheit und Ausschließung. Sie sind gleichzeitig aber auch zentrale Begriffe für Emanzipationsbewegungen, denn die Forderung nach Differenz schließt die Anerkennung der/des Anderen ein, die ohne die Forderung nach Gleichheit nicht eingelöst werden kann. Die Forderung nach Gleichheit in emanzipatorischen Bestrebungen meint die Forderung nach Gleichheit der/des Anderen, also zum Beispiel der gleichen Guridischen) Rechte auf der Grundlage der Verschiedenheit.

Jahrhundert konstituierte, Körper durch "Geschlechtsmerkmale" polarisiert. a. dazu benutzt, ein vollkommenes binäres Konzept des weiblich-männlichen Unterschiedes zu dokumentieren. ). Die neue Wissenschaft hat das Verständnis des Frauenkörpers monopolisiert. So zeigen auch die historischen Studien von Foucault, wie die 41 moderne Wissenschaft dem Körper der Frau eine Bedeutung zugeschrieben hat und wie sie ihn zu ihrem Gegenstand gemacht hat: "Er wurde einem Prozeß der Hysterisierung unterworfen, in nichts als Uterus verwandelt und zugleich ,nervös' gemacht" (Foucault 1983, S.

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