Aktienkursreaktionen auf Direktinvestitionen in Osteuropa: by Thomas Meißner

By Thomas Meißner

Seit dem Beginn der Systemtransformation fließen verstärkt Gelder ausländischer Direktinvestoren nach Mittel- und Osteuropa. In diesem Zusammenhang wurde zwar untersucht, ob dies zur Wanderung von Arbeitsplätzen führt, die Frage, welche Vor- und Nachteile Direktinvestitionen für die Anteilseigner von Unternehmen mit sich bringen, wurde hingegen vernachlässigt.

Thomas Meißner analysiert, wie sich das Bekanntwerden von Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa auf die ökonomische place der Kapitaleigner betroffener börsennotierter Kapitalgesellschaften auswirkt. Er weist abnormale optimistic Renditen empirisch nach und identifiziert verschiedene Faktoren, die für diesen Befund verantwortlich sind. So lassen sich bei Direktinvestitionen First-Mover-Advantages für schnell agierende Unternehmen ausmachen. Zudem bestätigt sich die Theorie des Standortwettbewerbs, die davon ausgeht, dass motionless Produktionsfaktoren, z. B. Grund und Boden und weniger qualifizierte Arbeit, mit günstigen Standortbedingungen kombiniert sein müssen, um cellular Produktionsfaktoren wie Kapital und qualifizierte Arbeit an sich zu ziehen und an sich zu binden.

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Verschiedene Ausgaben; eigene Berechnungen. Die Arbeitskosten folgten im Verlauf im wesentlichen den jeweiligen Bruttoinlandsprodukten. Die durchschnittlichen Bruttomonatsl6hne zu Kaufkraftparitaten in vergleichbarer Wah rung zeichneten das Bild der jeweiligen transformationsbedingten Rezessionen nach, auch wenn sich nicht in jedem Faile die Tiefpunkte der jeweils vergleichbaren Entwicklungen deckten. Wah rend in Ostmitteleuropa und in den baltischen Republiken bei den durchschnittlich gezahlten Bruttomonatsl6hnen zu Kaufkraftparitaten in den neunziger Jahren liberwiegend ein einmaliger Einbruch zu verzeichnen war, auf den eine wieder aufwarts gerichtete Entwicklung folgte, kam es in Tschechien im Zuge der dortigen Zahlungsbilanzkrise des Jahres 1997 und in Ungarn im Zusammenhang mit dem Austeritatsprogramm des Jahres 1995 zu weiteren Rlickschlagen.

EU und MOE sind mit einem bestimmten international immobilen Standortfaktor unterschiedlich ausgestattet. Dieser wird immer dann in Anspruch genommen, wenn sich ein Gut in einer der beiden Wirtschaftsregionen befindet. Die Inanspruchnahme verteuert ein betroffenes Gut. Dies fuhrt unter anderem dazu, dass ein Gut, das in einer der beiden Regionen gefertigt wird, fur die dortigen Nachfrager einen geringeren Preis aufweist als ein vergleichbares Gut aus der jeweils anderen Region. So sind Guter aus EU unter ansonsten unveranderten Bedingungen fOr die MOEKonsumenten teurer als Guter aus MOE.

Wah rend in Mittel- und Osteuropa noch zu Beginn der neunziger Jahre zusammengefasste Anteile der Industrie und der Bauwirtschaft an der Wirtschaftsleistung von 50 vH und mehr keine Seltenheit waren, zeigte im Jahre 1998 kein Land der Region bei diesem Indikator noch einen Wert von mehr als 40 vH. Eine Barriere der wirtschaftlichen Aktivitat in den mittel- und osteuropai- schen Reformstaaten stellte die Ausstattung mit Verkehrsinfrastruktur4 9 dar. 50 So unterschied sich deren Niveau dort - bei aller Unterschiedlichkeit von Land zu Land deutlich von demjenigen, mit dem beispielsweise in Westeuropa gerechnet werden konnte.

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